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Verdienen Sie, was Sie verdienen?

Machen Sie den Entgelt-Check! Was Frauen und Männer in Deutschland verdienen, verrät der FrauenLohnspiegel

 

 

Ungleicher Lohn, auch bei gleicher Tätigkeit

Gut 23 Prozent beträgt das Lohngefälle in Deutschland. Begründet wird diese Lücke häufig mit der geschlechtsspezifischen Unterteilung des Arbeitsmarktes in gut bezahlte Männer- und schlecht bezahlte Frauenberufe. Dass diese Erklärung allein jedoch nicht ausreicht, zeigt ein Blick auf die Situation in den einzelnen Branchen.

Auch bei gleicher Tätigkeit verdienen Frauen immer weniger als Männer. Bestenfalls beträgt der Abstand rund sechs Prozent (Bankkaufmann/-frau). Und selbst in den gering entlohnten, den sogenannten Frauenberufen verdienen Männer deutlich mehr. So bekommt eine Verkäuferin in Deutschland knapp 20 Prozent weniger Lohn als ein Verkäufer (Quelle: FrauenLohnSpiegel).

 

Auch im öffentlichen Dienst klafft die Lücke

In keiner Beschäftigungsgruppe ist die Bezahlung so transparent wie im öffentlichen Dienst. Welches Gehalt in einer Tarif-oder Besoldungsgruppe gezahlt wird kann überall nachgelesen werden. Entsprechende Regelungen gelten selbstverständlich für Männer wie Frauen gleichermaßen. Und trotzdem: Beamtinnen und Richterinnen verdienen im Vergleich zu Männern in vergleichbaren Positionen rund 20 Prozent weniger.

Drei Ursachen für das Entgeltgefälle

Im öffentlichen Dienst ist das Entgeltgefälle im Wesentlichen auf drei Ursachen zurückzuführen:

  1. Frauendominierte Tätigkeiten werden häufig niedrigeren Tarif- und Besoldungsgruppen zugeordnet, als solche die mehrheitlich von Männern ausgeübt werden. Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Besoldung im Schuldienst. Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen, unter denen Frauen in der Überzahl sind, werden deutlich niedriger besoldet als solche der gymnasialen Oberstufe, die mehrheitlich Männer sind.
  2. Frauen im öffentlichen Dienst gehen öfter in Teilzeit als Männer, was sich unmittelbar auf das Gehalt auswirkt.
  3. Teilzeitarbeit führt mittelbar dazu, dass die betreffenden Frauen bei Beförderungen benachteiligt werden. Denn über den Übergang in die nächst höhere Entgeltgruppe entscheiden meist vor allem Dienstalter und Berufserfahrung.

 

Weitere Informationen zum öffentlichen Dienst bei der Vereinten Dienstleistungsewerkschaft (ver.di) ...

 

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