Machen Sie den Entgelt-Check! Was Frauen und Männer in Deutschland verdienen, verrät der FrauenLohnspiegel
Dem Pharmariese Novartis kommt die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz teuer zu stehen. Der Konzern muss zwölf ehemaligen Mitarbeiterinnen insgesamt 250 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen. Das sei bislang die höchste Summe, die in einem Fall von Diskriminierung als Strafe verhängt wurde, so der Spiegel.
Ein Gericht in New York erklärte das Unternehmen für schuldig, die zwölf Frauen wegen ihres Geschlechts übergangen und ein frauenfeindliches Arbeitsumfeld geschaffen zu haben. Dazu gehörten Benachteiligungen bei Beförderungen, weniger Gehalt oder das unter Druck setzen von schwangeren Mitarbeiterinnen.
Weitere 6.000 Frauen könnten sich der Klage noch anschließen. Dann würde Novartis in Milliardenhöhe juristisch belangt. Die amerikanische Tochter des Schweizer Unternehmens bezeichnete das Urteil als enttäuschend. Dennoch hatte der Anwalt der Verteidigung erklärt: „Das Unternehmen hört, was sie sagen, und wird sich ändern.“
In den USA gibt es das Anti-Diskriminierungsgesetz (Civil Rights Act) bereits seit 1964. In Deutschland hingegen existiert das ähnliche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz erst seit 2006. Viele Frauen scheuen sich daher noch, auf ihren Rechtsanspruch auf Gleichbehandlung am Arbeitsplatz zurückzugreifen. Wie das Beispiel Novartis zeigt, kann es Unternehmen aber teuer zu stehen kommen, wenn sie Frauen aufgrund ihres Geschlechts benachteiligen.
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